Um die Jahrhundertwende konnte in Deutschland eine Wende auf dem Tabakmarkt beobachtet werden. Rauchte bis dahin der gestandene Mann auf Straßen und Plätzen oder daheim seine dicke Zigarre, was bei Frauen hingegen als unschicklich galt, tauchten plötzlich fliegende Händler auf, die ihre in Heimarbeit gefertigten Zigaretten feilboten. Und plötzlich sprangen auch die Damen auf den... Continue Reading →
Mit Gott – Geschäftsbuch eines Goldschmieds – 1905 bis 1931
Vor zehn Wochen habe ich euch versprochen, zum Tagebuch des Goldschmieds Adolph Tresselt auch das zweite seiner Geschäftsbücher nachzureichen. Das passiert heute. Der Grund, warum ich so lange damit gezögert habe ist der wesentlich größere Umfang, sowohl zeitlich als auch inhaltlich. Damals üblich, heute vermutlich höchstens noch in Bayern möglich, wurde das Buch mit einer schönen... Continue Reading →
Geld sichern zum Kriegsende – Dresdner Bank 1945
Wer gewinnt immer, egal ob Wirtschaftshoch oder -tief, Friedens- oder Kriegszeiten? Die Banken. Sie verleihen Dir bei Sonne einen Schirm, nur um ihn bei einsetzendem Regen zurückzufordern. Daß man als Bank keine Skrupel haben darf, wenn man erfolgreich sein möchte, hat eine der großen deutschen Banken ganz besonders deutlich gezeigt - die Dresdner Bank. Einigen... Continue Reading →
Eisernes Sparen
Was ein Bausparvertrag ist, weiß jeder. Man spart einen Teil seines Geldes um damit den Bau eines Hauses oder dessen Renovierung zu finanzieren. Hat man die Hälfte eingezahlt, bekommt man einen zinsgünstigen Kredit über die andere Hälfte und kann somit zu günstigen Konditionen den Weg ins Eigenheim ebnen. Im Dritten Reich gab es noch zwei... Continue Reading →
Feldpost – 4. März 1917
Sie haben Post! Familien in der Heimat haben zu Kriegszeiten nichts sehnlicher erwartet, als die Rückkehr ihrer geliebten Ehemänner, Väter und Söhne. Ein kleiner Lichtblick bis zum ersehnten Wiedersehen waren Briefe der Lieben. Vor einiger Zeit habe ich mir bei meinem Buchhändler in der Nebenstraße dieses schöne Buch gekauft: Eine tolle Sammlung des Briefwechsels einer Familie in... Continue Reading →
Badespaß und Picknickzeit
Wenn die Sonne lacht, wandert man hinaus in die Natur, setzt sich auf eine grüne Wiese am Bach, möglichst in den Schatten eines Baumes und schaut den Kindern beim planschen zu. So geschehen im Erfurter Umland. Ungefähr im Jahr 1916 oder 1917 nutzten meine Urgroßmutter, ihre Nachbarin, unser Hausmädchen und die drei Kinder Oma, Großonkel... Continue Reading →
Zeugnisheft 1917-23
Als meine Omi noch Kind war, musste sie selbstverständlich auch zur Schule gehen. Der Ernst des Lebens begann für sie Ostern 1917, mitten im Ersten Weltkrieg. Damals dauerte ein Schulhalbjahr noch von Ostern bis Michaelis, bzw. von Michaelis bis Ostern, es war somit am kirchlichen Kalender ausgerichtet. Das war bis in die Mitte der 1930-er Jahre... Continue Reading →
The Day after – Der erste Tag nach dem Zweiten Weltkrieg
Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg für Deutschland und Europa. Die Nachkriegszeit war für alle schwer. Zerstörte Städte mussten auf-, Industriebetriebe als Reparation abgebaut werden. Viele Männer kamen aus dem Krieg nicht, verkrüppelt oder erst sehr spät zurück. Und nicht zuletzt musste der Staat wieder zum Laufen gebracht werden. Meine Heimat, Thüringen, gehörte... Continue Reading →
Hubertus von Aulock und sein Freikorps
Schreibt man ein Buch über jemanden, sendet man der Person üblicherweise ein Exemplar seines Werkes. Zum einen kann die beschriebene Person beurteilen, ob das Geschriebene der Wahrheit bzw. der offiziellen Version entspricht, zum anderen möchte man die Person, über die man schreibt mit einem Exemplar erfreuen. So hat es wahrscheinlich auch Walter Leithäuser getan, nachdem... Continue Reading →





























































