Soll und Haben – Sparkassenabrechnung


Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Banken verteilen Zinsen.

Aber wie sah das 1922 aus? Dazu habe ich hier eine Abrechnung eines Sparbuches, das mir Rätsel aufgibt:

Abrechnung zum Sparbuch 1922

 

Im März 1922 hatte die Mark nur noch in etwa den 500. Teil des Wertes vor dem ersten Weltkrieg. (d.h. für 500 Mark konnte man im März 1922 so viel kaufen, wie für eine Mark zu Beginn 1914).

Mit diesem Vorwissen verliert der Wert des Sparbuchs plötzlich enorm. Bereits im Oktober 1922 war der Wert der Mark auf ein Tausendstel gefallen. Und 1923 ging die Talfahrt so richtig los. Das hatte ich euch ja hier bereits vorgestellt. Ich glaube, das beste, was man zu dieser Zeit tun konnte, war, alles Geld so schnell wie möglich auszugeben und sich dafür Waren, Edelmetalle oder harte Währungen zu kaufen.

Und nun meine Frage an die geneigte Leserschaft: Die Zeile Sollzinsen . . . . . 219,- klingt für mich nach Bezahlung an die Bank. Normalerweise bekommt man doch auf seine Spareinlagen Zinsen gut geschrieben, also Habenzinsen. Heißt das beim Sparbuch anders? Oder musste ich Strafe für meine Sparsamkeit zahlen?

 

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