unser quietschvergnügtes Baby ist da


Schade, dass heutzutage kaum noch Postkarten oder Briefe an die Lieben, die Freunde oder die Familie geschickt werden. Früher gab es zu jedem Anlass und zwischendurch Briefe oder Ansichtskarten.

Ich erinnere mich, dass wir früher, wenn ich als Kind mit den Eltern in den Urlaub verreist bin, aufgefordert wurden, „sofort eine Karte zu schreiben wenn ihr gut angekommen seid“. Das taten wir auch. Manchmal waren es Ansichtskarten mit Fotos des Zielortes, aber gelegentlich wurden auch einfache Postkarten gesendet. Die hatten den Vorteil, dass auf beiden Seiten Text geschrieben werden konnte.

Und mit den Ansichtskarten kamen auch die Spaß-Postkarten. Was war das für ein Spaß, wenn eine Geburtstagskarte ankam, bei der durch Ziehen an der Nase des Esels der Schwanz auf und ab wackelte und Goldmünzen sichtbar wurden. Heute kann man damit niemanden mehr hinter dem Handy vorlocken.

Für euch habe ich heute diese lustige Baby Postkarte herausgesucht. Wieso? Weil sie nach 90 Jahren noch immer funktioniert, wie am ersten Tag.

Baby-Postkarte von 1928

Okay, die Farbe ist ein wenig rissig, hält aber. Wer sich von der tadellos funktionierenden Stimme des Babys überzeugen möchte, der klickt hier.

Na, ist das ein Knüller? Ich fand diese kleine Karte sehr witzig. Jetzt wollen wir natürlich noch herausfinden, wer wem was mitteilen wollte. Schauen wir uns die Rückseite an:

Quietsch-Postkarte von 1928

Mein Onkel Werner war der Empfänger dieser Karte. Als Absender Kann ich seinen Kollegen Wilhelm erkennen. Er grüßt aus Hamburg mit einem fröhlichen: „Hummel Hummel mit Humor. Hamburg, der Humor leben noch! Dein Kollege Wilhelm“ Hmm, „Hamburg und der Humor leben noch“? Was Friedrich darunter geschrieben hat, konnte ich bisher leider noch nicht entziffern.

Während der Poststempel vom 6.6.1928 aus Hamburg stammt, prangt daneben ein Stempel „Zillertal bleibt Zillertal“. Das verstehe, wer wolle. Wahrscheinlich ist da der Humor mit uns allen vollends durchgegangen.

Die Firma AWH aus Deutschland hat in den 1920er Jahre diese Geräuschekarten in unterschiedlichsten Varianten hergestellt. Ich habe welche gefunden, da quietscht kein Baby, sondern eine Katze miaut oder ein Schäferhund gibt einen seltsamen Ton von sich. Diese beiden Viecher haben Glasaugen. Mein Baby hingegen hat einen Nuckel.

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