Briefsendung mit Rückschein – 24. Februar 1754


Heute gibt es einen Rückschein zu sehen, der dem Überbringer eines Briefes ausgehändigt wurde. Dieser Zettel lag im verschlossenen und versiegelten Brief, den der Empfänger bei Erhalt öffnete und dem Boten zur Übergabe an den Absender überließ. Der Text ist etwas schwer zu entziffern und ich bin mir nicht einmal sicher, ob das Jahr 1754... Weiterlesen →

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Zu meinem allergrößten Bedauern – eine Bewerbungsabsage – 1874


Wer eine neue Arbeitsstelle sucht, der muß sich üblicherweise darum bewerben. So tat es auch, wie gestern schon angedeutet, Herr Köhnemann aus Tangersdorf. Bedauerlicherweise erhielt er die folgende Absage, aus demselben Grund, der ihm im gestern vorgestellten Brief bereits angekündigt wurde. Potsdam, 14.2.(18)74 Die Försterstelle Altenhof entgeht zu meinem großen Bedauern den disseitigen älteren Beamten,... Weiterlesen →

Versetzungsgesuch – 1871


    Herr Köhnemann, ein Förster aus Tangersdorf bei Lychen in der brandenburger Uckermark, wollte so gern einen neuen Arbeitsplatz haben. Als preußischer Beamter war er jedoch verpflichtet, nicht nur Vorsorge für seine zukünftige Ehefrau zu treffen, sondern auch bei der Königlichen Regierung sein Ansinnen kund zu tun und eine Genehmigung zur Stellensuche einzuholen. Die Antwort... Weiterlesen →

Klage gegen Hypotheken-Schuldner – 1829-1833


Familie von Damm ist den treuen Lesern meines Blogs schon bekannt. Die Familie war offenbar seit sehr langer Zeit recht wohlhabend. Wer Geld hat, wird häufig angepumpt. Auch die Familie von Damm hat Geld an Nachbarn, Bauern oder Bewohner der eigenen Grundstücke verliehen. Ein Beispiel habe ich euch hier vor ein paar Tagen vorgestellt. Was aber,... Weiterlesen →

Darlehen über 100 Thaler vom 28. April 1847


Heute bekommt ihr von mir einen Schuldschein aus dem Jahr 1847. Herr von Damm hat einem ansässigen Herrn ein Darlehn über 100 Thaler gewährt. Ich habe euch die Transkription des Briefes im Folgenden angehängt. Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich die Rückzahlungsmodalitäten nicht verstanden. Muß das Darlehn nun innerhalb der nächsten 12 Monate zurückgezahlt... Weiterlesen →

Erscheinen Sie, sonst weinen Sie! – Vorladung 1837


Diese Vorladung erhielt Herr von Damm mit der Aufforderung, am Montag, den 20ten März 1837 zu erscheinen. Der Wortlaut folgt unten. Vorladung In Sachen der Allodification des von Dammschen halben Fruchtzehnten zu Neubrück betreffend, wird hiermit zur Feststellung des Sach- und Rechtsverhältnißes resp. zur gegenseitigen Anerkennung der weiter unten beregten Punkte ein Termin auf Montag, den... Weiterlesen →

ein neuer Schulhof mit Ziehbrunnen – Schuleinweihung 1894


Hurra, am 12. August 1894 war es endlich soweit. Das neue Schulhaus in Wedtlenstedt wurde eingeweiht. Superintendent Dr. Faber, Redner bei der Feier, erstattete anschließend artig Bericht an das Consistorium in Wolfenbüttel. Hier sein Brief: An das Hochwürdige Herzogliche Braunschweig-Lüneburgische Consistorium in Wolfenbüttel. (abgeschickt in Broitzem am 13.8.94 um 7-8 Uhr Nachmittags; angekommen in Wolfenbüttel am... Weiterlesen →

Louis d’or


Der Louis d'or oder auch Louisdor war eine französische Goldmünze mit dem Abbild König Ludwigs (frz. Louis) aus Gold (d'or), also ein Goldludwig. Wikipedia weiß, daß die Münze 1640 eingeführt wurde und - mit wechselnden Ludwigs auf der Vorderseite - bis zur Revolution 1793 geprägt wurde. Trotz der Währungsumstellung - ein Louis d'or entsprach 20... Weiterlesen →

Auslauf eines 300 Jahre Pachtvertrages – Grundstücksverhandlungen von 1777


Wer kennt das nicht? Da hat man ein Stück Land, verpachtet es und nach knapp 300 Jahren gibt es Ärger um den Preis. Eine Begebenheit, die wir alle schon mehr als einmal selbst erlebt haben, oder? Nicht anders erging es der uns bereits bekannten Famile von Damm. Wie ihr in dem heute vorgestellten Entwurf einer... Weiterlesen →

Lehnverzeichnis – ca. 1845


Ein Verzeichniß (mit ß) über "die von Dammschen Lehnländerey vor Schöppenstedt". Schöppenstedt liegt in der Nähe von Wolfenbüttel. Herr von Damm scheint seinerzeit dort wirklich über beachtliche Ländereien verfügt zu haben. In diesem Dokument sind alle Lehen aufgelistet. Eine Lehe war seinerzeit ein verpachtetes Stück Land, das von Bauernfamilien bewirtschaftet wurde. Nach der Ernte wurde... Weiterlesen →

Quittung über Pachtzahlung (vielleicht von 1845)


Heute gibt es eine Quittung über die Bezahlung des Pachtzinses für eine Länderei. Das meiste ist halbwegs gut zu entziffern. Ein Wort fehlt mir. Viel wichtiger ist jedoch - ich kann beim besten Willen die Jahreszahl nicht interpretieren. 1_45 - für 1845 ist die Schreibweise und Formulierung zu altmodisch. Für 1545 ist mir das Papier... Weiterlesen →

Was freuen sich die Erben auf’s Sterben – das Testament des Preußischen Consuls Georg Berkenbusch 27. Juni 1901


Da habe ich mich heute für ein altes Testament entschieden, das ich euch vorstellen möchte. Als fleißiger Museumsverwalter bin ich ja stets bemüht, euch Hintergrundinformationen zu beschaffen, damit ihr immer etwas lernt. Und was wird passieren? Ich suche nach dem Herrn, der dieses Testament 1901 verfasst hat und finde heraus, daß es sich um den... Weiterlesen →

die Witwe einkaufen – ein Heiraths-Consens von 1869


Wer glaubt, Frauen waren früher durchweg rechtlos und dem Wohlwollen des Ehemannes ausgeliefert, der irrt. Zumindest als Beamter in Preussen unterlag man einer gewissen Verpflichtung, seine Angebetete auch noch nach dem eigenen Ableben zu versorgen. Wie wurde das sichergestellt? Ganz einfach: Der Beamte hatte seinen Wunsch zur Heirat beim zuständigen Königlichen Regierungs-Präsidium anzumelden, das wiederum... Weiterlesen →

Was vom Menschen übrig bleibt – Nachlass-Versteigerung


Diesmal gibt es ein ganz interessantes Dokument vom 30. Juni 1892 - es ist also fast auf den Tag genau 122 Jahre alt. Was passiert, wenn ein Bauer verstorben ist, die Frau den Hof nicht mehr unterhalten kann und keine erwachsenen Söhne da sind? Richtig: die Familie muß den Hof verkaufen und anderweitig ihr Glück finden.... Weiterlesen →

Eheplanung – das Aufgebot


Bevor geheiratet werden darf, muß das Aufgebot bestellt werden. Das war früher schon so, und daran hat sich bis 1998 nichts geändert. Wozu? Sofern sogenannte Ehehindernisse bestehen, müssen diese innerhalb der festgelegten Zeit von 2 Wochen gemeldet werden. Ehehindernisse sind nach Auffassung der römisch-katholischen Kirche z.B.: einer der beiden Ehepartner ist bereits mit einer anderen Person verheiratet; einer der... Weiterlesen →

Please sign here – XXX – Analphabetismus


Hättet ihr gedacht, daß ca. 4% aller erwachsenen Deutschen - 2.000.000 Menschen - totale Analphabeten und weitere 14%  - 7.500.000 Menschen - funktionale Analphabeten sind? 9.500.000 Menschen können in Deutschland nicht richtig lesen und/oder können sich nicht schriftlich ausdrücken. Das ist ziemlich genau die Summe der Einwohner der sieben größten deutschen Städte: Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt/M, Stuttgart... Weiterlesen →

Sporteltaxe ?


Wenn von euch schon jemals jemand dieses Wort gehört hat, dann weiß ich entweder, welchen Beruf er ausübt oder er verfügt über ein enormes Allgemeinwissen. Das Wort Sporteltaxe ist mir zum ersten (und eigentlich einzigen) Mal beim Durchforsten meiner von Damm-Briefe-Sammlung begegnet. Auf diesem Brief befindet sich neben dem Landes-Siegel oben links und dem zugehörigen... Weiterlesen →

Wasserzeichen


Heute kennt man Wasserzeichen nur noch von Geldscheinen. Weil kaum noch jemand Briefe schreibt, gibt es fast kein Briefpapier mit Wasserzeichen mehr. Früher wurden viel mehr Briefe geschrieben. Wer etwas auf sich hielt, benutzte gutes Papier und das enthielt ein Wasserzeichen. Durch das Wasserzeichen wurde der Name oder das Logo der Papiermühle als unsichtbare Werbung auf... Weiterlesen →

Schlechte Ernte und die Bitte um Aufschub – Brief von 1778


Stellt euch vor, ihr geht auf einen Trödelmarkt und seht einen hübschen, alten Brief mit Siegel und beschließt, ihn zu kaufen. ... und dann bietet euch der Verkäufer an, aus mehreren zu wählen. ... und hat auch noch andere Schriftstücke zur Auswahl. ... und ihr stellt fest, daß es sich um den kompletten Schriftverkehr einer... Weiterlesen →

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