1000 Dollar zu verschenken


Eine recht plumpe Werbung, die jedoch bestimmt ihren Zweck erfüllt hat, darf das Licht der Welt heute wieder erblicken.

Dieser 1000-Dollar-Schein sieht den Originalen von 1918, 1934 und der Gold-Ausgabe nur bedingt ähnlich. Für das deutsche Auge der 1920er / 1930er-Jahre hat es aber ausgereicht. Auch die deutsche Aufschrift „Tausend Dollar“ klingt sehr unamerikanisch.

Solch ein Schein-Geldschein wird allerdings vom hastig vorbeieilenden Passanten eher angenommen, als ein offensichtliches Prospekt.

Werbung Herrenladen 1000 Dollar

 

Und was hatte man von dem Zettel? Woher bekam ich meine versprochenen 1000 Dollar? Meine Herren, gehen Sie zu Erich Leonhardt und kaufen Sie dort Ihre Kragen und Strümpfe!

Werbung Herrenladen 1000 Dollar

 

Und warum wurden 1000 Dollar versprochen und nicht 1000 Reichsmark? Ich habe mehrere Vermutungen:

  • Entweder fiel die Werbung in die Zeit der bereits besprochenen Inflation, wo die heute versprochenen 1000 Mark morgen nicht einmal zum Kauf eines Hosenknopfes ausreichten. In dieser Zeit war der Dollar eine sichere Währung.
  • Oder, eine nachgemachte Dollar-Note zog keine Konsequenzen nach sich, wohingegen das „Nachmachen oder Verfälschen“ deutscher Banknoten, wie auf diesem Geldschein unten links zu sehen, streng bestraft wurde (und wird!).
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